Der mündige Konsument – Vom Anbieter zum Nachfrager

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Vor ein paar Tagen habe ich über Social Media Marketing von morgen geschrieben. Ich habe in diesem Blogpost die These aufgestellt, dass die Generation, die mit Social Media aufgewachsen ist, sich immer bewusster wird über ihre Stellung gegenüber Unternehmen. Die gerade heranwachsende Generation wird zum mündigen Konsumenten.


Insbesondere die Kommunikation über Social Media trägt hierzu bei. Nachfrager wollen mehr über Unternehmen und Produkte wissen. Mündige Konsumenten wollen wissen woher die Produkte kommen und wie Unternehmen wirtschaften. Durch Social Media entsteht zumindest das Gefühl, näher an einem Unternehmen zu sein. Man kann mit einem Unternehmen jetzt direkt kommunizieren und nicht nur mit einer Hotline telefonieren. So zumindest der Eindruck, der entsteht. Unternehmen werden in Zukunft diese Nachfragerbedürfnisse befriedigen müssen. Die Befriedigung dieser Bedürfnisse wird in das Nutzenbündel, das Produkte darstellt, eingehen müssen.

Machtverschiebung vom Anbieter zum Nachfrager

Prof. Peter Kruse

Prof. Peter Kruse (Quelle: Wikipedia)

Wie es der Zufall will bin ich heute wieder über ein Video von Dr. Peter Kruse gestolpert. In der Anhörung der Enquete-Kommission Netzpolitik der Bundesregierung spricht er genau über dieses Thema. Peter Kruse erkennt drei Elemente als Grundlage dafür, dass die Nachfrager zu starken Nachfragern werden:

  1. Internet: Erhöhung der Vernetzungsdichte
  2. Social Media: Erhöhung der Spontanaktivität
  3. Share-Funktionen: Kreisende Erregung in sozialen Netzen

Diese drei Elemente führen zu Aufschaukelungseffekten in Social Networks. Wo diese Aufschaukelungen passieren kann niemand vorhersagen. Laut Kruse war die erste Intention ins Internet zu gehen das Informationsbedürfnis der Nutzer. Folgend kam das Bedürfnis, sich darzustellen dazu. Und derzeit merken die Menschen, laut Prof. Kruse, dass sie über die Netze mächtig werden. Daraus entstehen Bewegungen im Netz, die bestimmte Forderungen stellen.

Prof. Peter Kruse schlussfolgert, dass es vor dem Hintergrund einer Machtverschiebung vom Anbieter zum Nachfrager zu einem Umdenken dahingehend kommen muss. Aus dieser Machtverschiebung resultiert nach Kruse ein extrem starker Nachfrager, ein extrem starker Mitarbeiter und eben auch ein extrem starker Bürger.

Die Anbieter, sei es der Staat und seine Institutionen oder seien es Unternehmen, müssen also umdenken und ihre Strukturen verändern. Das braucht Zeit, aber auf Grund der hohen Dynamik der Systeme ist dieses Umdenken unausweichlich. Die Frage ist, wann dies passiert. Doch hierfür hat Prof. Kruse einen Leitsatz parat:

“Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld.”

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Bildquelle: Wikipadia.de; Hochgeladen von Markus Roling; Lizenz: CC-BY-SA-3.0-DE.

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